Polarlichter Schweden 2026

Im Februar 2026 war ich zusammen mit meinem Freund Bob in Schweden. Wir wollten Polarlichter fotografieren. Ein Punkt auf unserer gemeinsamen Bucket List.

Eine große Herausforderung war das Packen für den Flug: Nur 8 kg Handgepäck, inkl. Stativ, 2 Kameras mit angesetzten Objektiven, 5 Akkus, ... und Kleidung für kalte Nächte. Um die 8 kg nicht zu überschreiten, wurden Thermohose und -schuhe angezogen und in die Taschen der dicken Winterjacke kamen Stativkopf, Kabelauslöser und anderer Kleinkram. Hat alles famos geklappt. Herzlichen Dank an das freundliche und gründliche Personal am Frankfurter Flughafen, die mich ausgiebigst untersucht haben. 

Über Frankfurt, Hamburg, Stockholm flogen nach Luleå, dann mit dem Leihwagen weiter nach Kiruna. Dort hatten wir für 3 Nächte ein kleines Ferienhaus gebucht. Das angekündigte Hochdruckgebiet brach in sich zusammen. Es gab reichlich Neuschnee und Wolken, viele Wolken, Tag und Nacht. Also planten wir um: Landschaftsfotografie in verschiedenen Lichtstimmungen.

Doch dass uns die Polarlichter versagt bleiben sollten, nagte an uns. Am letzten Abend checkten wir die Webcams in der Nähe (also in einem Radius von 250 km) und fanden tatsächlich ein Gebiet, in dem blauer Himmel zu ahnen war: Abisko. Die Region wird auch blue hole genannt, da durch den großen See (Torneträsk) ein Mikroklima herrscht. Wir brachen erneut in diese Region auf und waren gegen 18.30 h vor Ort und sahen einen Stern! Wir gingen auf den See (3m dickes Eis) und nach 30 Minuten war der Himmel sternenklar und ein kleiner schwacher grüner Schimmer war im Norden auszumachen. Gegen 21.00 h glühte der Himmel. Es war sehr beeindruckend und für uns beide ein tolles Erlebnis.

Das einzige Problem waren die Akkus der Kamera. Es sind Lithium-Ionen-Akkus. Man sagt, dass die Akkus der Kamera bis -10/-20 Grad arbeiten können, mit deutlich reduzierter Leistung. Es war deutlich kälter! Nach jedem Bild musste ich den Akku aus der Kamera entfernen. Nach 20 Bildern waren die Akkus erschöpft; im Auto erholten sie sich etwas. Zum Glück hatte ich 5 Akkus dabei.